„Voller Einsatz und Motivation repräsentieren unsere Kandidatinnen und Kandidaten die ganze Bandbreite unserer Marktgemeinde – darauf sind wir sehr stolz“, resümierte Wellheims Dritte Bürgermeisterin Melanie Pruis-Obel zum Abschluss der Wahlveranstaltungen der Freien Wählerschaft Wellheim (FWW).

Bei der Vorstellung der 14 Kandidatinnen und Kandidaten der Freien Wählerschaft Wellheim stellten die Markträte Theresia Asbach-Beringer und Karl Egen zunächst die Motivation in den Vordergrund, warum man sich für die FWW engagiere: Die Parteilosigkeit wie die Bürgerbeteiligung und Informationsweitergabe bei den offenen Treffen, die jeweils vor einer Marktratssitzung stattfinden, aber auch gesellige Angebote wie die heimatkundlichen Wanderungen prägen seit Jahrzehnten das farbenfrohe Bild der Freien Wählerschaft.
Das Wahlprogramm, das im Dialog mit der Bürgerschaft sowie den fünf amtierenden Markträten erstellt worden war und von den Kandidatinnen und Kandidaten abwechselnd vorgetragen wurde, spiegelt diese Werte ebenfalls wider. Melanie Pruis-Obel und Christian Morgenthaler legten den Fokus auf das Ehrenamt: „Eine Gemeinde lebt vom Mitmachen“, betonten beide. Die verschiedenen Vereine mit ihren vielseitigen Angeboten seien Wellheims Lebensader, die Jung und Alt zusammenbringe. Ebenso sei die gegenseitige Unterstützung durch den Austausch von Ressourcen sehr wichtig, egal ob es sich dabei um Know-how, Räumlichkeiten oder Gerätschaften wie beispielsweise einen Beamer handle.
Theresia Asbach-Beringer und Alexander Schneider hoben anschließend die Wichtigkeit eines sozialen Netzwerks in einer Gemeinde hervor. Ein Thema, das alle angehe, sei die ärztliche Versorgung, die laut neuester Informationen für die kommenden fünf Jahre gesichert sei. Auch in puncto Kinderbetreuung schlugen sie einen runden Tisch mit allen Beteiligten – also mit Träger, den Kita-Leitungen, den Eltern, dem Bürgermeister und dem Marktrat – vor und warben für eine konstruktive Lösungsfindung. Außerdem ist geplant, Angebote für Senioren sowohl in einer Broschüre als auch online gesammelt zu präsentieren. Und für die Jugendlichen sollte wieder ein Jugendbeauftragter bestimmt sowie ein Jugendparlament und ein jährliches Budget für Jugendprojekte eingeführt werden.
Silke Rudolph und Andreas Bernecker nahmen die „wunderschöne Landschaft“ sowie die „in weiten Teilen noch intakte Umwelt“ in den Blick, die es zu bewahren und zu fördern gelte. Wichtig sei, um Verständnis zu werben und möglichst alle mitzunehmen. Auch ein naturnaher Tourismus und Umweltbildung für alle Generationen spiele hier eine große Rolle.
Antonia Götzger, Christian Morgenthaler und Alexander Schneider sahen in der Infrastruktur noch Verbesserungspotenzial. Dabei ging es neben der Instandhaltung von Straßen auch um eine größere Nutzungsmöglichkeit von Dachflächen für Photovoltaik. Über die Kreisrätin Theresia Asbach-Beringer sei man bereits im Kontakt mit dem Landkreis, um die Kreisstraße nach Gammersfeld zu verbessern, auch wenn eine komplette Sanierung von Seiten des Landkreises derzeit nicht in Aussicht gestellt werden kann. Antonia Götzger warb – als ortsansässige Restauratorin und als einzige Kandidatin aus Gammersfeld auf allen gemeindlichen Listen – zudem für einen Gewerbestammtisch, um die Gemeinde auch in diesem Bereich nach vorne zu bringen.
Karl Egen, Elisabeth Mayinger, Jürgen Herrle sowie Mireille und Johannes Obermayer nannten verschiedene Ansatzpunkte in den Bereichen Finanzen und Verwaltung. So sei eine Verwaltungsgemeinschaft aus Sicht der FWW unumgänglich, um Kosten zu senken, die Effizienz zu steigern und auch langfristig dem Fachkräftemangel begegnen zu können. Das bestehende Rathaus müsse zudem arbeitsschutzkonform ertüchtigt werden. Was die Informationsweitergabe anbelangt, gebe es mit dem Mitteilungsblatt und der Heimatinfo-App bereits „sehr praktikable Medien“, die es weiterhin zu nutzen und auszubauen gelte.
Theresia Asbach-Beringer bedankte sich abschließend für das großartige Engagement aller Kandidatinnen und Kandidaten und wünschte für die anstehende Kommunalwahl viel Erfolg. Abschließend wurden die parteifreien Bewerberinnen und Bewerber für den Kreistag vorgestellt: Silke Rudolph auf Platz 21 der ÖDP-Liste, Andreas Bernecker und Johannes Obermayer auf den Plätzen 59 und 60 der JFW-Liste sowie Theresia Asbach-Beringer auf Platz 10 der FW-Liste.